Windows Vista bzw. 7: Eingabesprache vs. Tastaturlayout

Bis Windows XP hatte Windows (bzw. die zugehoerigen Office-Produkte) die laestige Angewohnheit zu glauben, dass man, nur weil man ein US-Keyboard verwendet, auch englischsprachig schreiben moechte. Wenn man also einen deutschen Text mit Umlauten in Word verfasst hat und die Umlaute durch Hin- und Herschalten der Tastaturlayouts (mit Alt-Shift) eingegeben hat, hat sich die Sprache des Textes teilweise mitten in den Woertern veraendert. Man konnte so oft wie man wollte die Sprache des gesamten Texts festlegen, es hat sich immer wieder "verstellt". Die Rechtschreibpruefung ist dabei total durchgedreht, halb rot unterringelte Woerter, da langt man sich echt ans Hirn!

Seit Windows Vista gibt es nun zwei verschiedene Einstellmoeglichkeiten: Die Eingabesprache und das Tastaturlayout. Alt-Shift aendert, ihr werdet es kaum erraten, die Eingabesprache und nicht das Tastaturlayout. Nachdem ich mich lange genug darueber geaergert habe, klickte ich mich doch mal durch die Einstellungen und siehe da:

Und nun? Tausche ich nun auf jedem Rechner die Belegung der beiden Aktionen oder gewoehne ich mich auf Ctrl-Shift um?

Das ist wirklich eine der wenigen Momente wo ich mein X11 wieder haben will. Die Umlaute mit Meta-vd| einzugeben war viel praktischer als mit (Alt-Shift)-;'[-(Alt-Shift).

Caps-Lock ist im deutschen Layout immer noch Shift-Lock (nein, die grosse Sieben ist kein Slash, es gibt schlicht keine grosse Sieben und Shift hat auch nicht Caps-Lock auszuschalten). Was ich gerade erst bemerkt habe, der richtige Apostroph "'" (also nicht der Akzent) wirkt mit deutscher Eingabesprache als Deadkey wie ein Akzent, aus Apostroph-e wird also ein é. Na da wundert mich nicht mehr, dass ich staendig von "Info´s" lesen muss, die Leute also NIE begreifen werden, dass es da einen elementaren Unterschied gibt. Es ist wirklich zum Heulen. Grundlagen, die vor 15 Jahren und mehr diskutiert wurden, werden einfach missachtet.

Wann werde ich den Widerstand aufgeben, ein deutsches Keyboard kaufen und mich mit all den Unzulaenglichkeiten einfach abfinden koennen?

Oder uebersehe ich eine Alternative, wie ich mit US-Keyboard trotzdem ordentlich schnell Umlaute eingeben kann? Von einer Rechtschreibpruefung, die meine umschriebenen Umlaute ohne Rueckfragen korrekt korrigiert will ich gar nicht traeumen (Lotus Notes will zum Beispiel dass ich aus fuer ein führ mache, ja nee, is klar).

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Kommentare

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  1. hoeni schreibt:

    Ich habe auch ein US-Keyboard unter XP und habe mein Windows-Tastatur-Layout einfach auf US-International stehen, das heisst " ist ein Deadkey und das scharfe S erreiche ich mit CTRL-ALT-S.

    Im Exceed/Xorg habe ich dann als Keyboardmapping US ohne Deadkeys, das heisst in meinen Xterms (=da wo ich programmiere) kann ich meine Quotes direkt benutzen und unter Windows (=da wo ich User bin) kann ich darueber meine Umlaute erreichen.

    Funktioniert hervorragend...

    Gruss, Hoeni

  2. knarf schreibt:

    Hm, also " als Deadkey wuerde mich wahnsinnig machen. Bei ` und ´ sähe ich das gerade noch ein.

    Aber schoen zu hoeren dass Du eine Loesung fuer Dich gefunden hast.

    Knarf


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